Union Youth - 05.02.2003 Potsdamer Waschhaus

 
Nach über zwei Monaten seit dem letzten Konzert freute ich mich schon ein Weilchen drauf, Union Youth mal wieder zu sehen. Berichte davon, dass Konzerte jetzt öfter mal eine Stunde dauerten, Zugaben gespielt wurden, die Bühne gestürmt wurde und die gute alte Jonas-Gitarre zerstört wurde machten die Erwartungen noch größer. Also ging's ab nach Potsdam. sehr angenehm war, dass die Fahrt nichts kostete und selbst der Eintritt nichts, dafür vergaß ich eine S-Bahn Fahrkarte zu kaufen und bin jetzt 40 Euro ärmer. Bei so viel Geld für ein Konzert war der Erwartungsdruck an die Band nun enorm groß. Um neun sollte es anfangen und da für 10 Uhr schon der nächste Programmpunkt im Waschhaus anstand glaubte ich, dass man wohl pünktlich anfangen werde. Bin am Ende fast gerannt um genau rechtzeitig anzukommen. Aber, wie immer, ich konnte mich 1 ½ Stunden mit mir selbst und ein paar Bier vergnügen. Schließlich ging's dann da vorne doch noch los. Schnell stürmte ich zur Bühne und machte mir es vorne neben den großen Boxen gemütlich. Es ging heftig los aber......das war es dann auch. Die Band spielte sich standardmäßig die Seele aus dem Leib aber irgendetwas stimmte nicht. Der Funken sprang nicht über. Etwas fehlte. Es war laut und schön aber es passierte nichts. Vielleicht lag es daran, dass das Publikum mal wieder aus den üblichen Langweilern bestand und sich irgendwo hinten aufhielt, und nur zwei Menschen vor denen rumturnten. Vielleicht hatte ich doch zuviel getrunken. Vielleicht war auch die Band nicht in Stimmung. Aber eigentlich war doch nichts anders als sonst. Einige neue Songs wurden gespielt, mehr als die Hälfte, glaube ich. Und die waren alles andere als schlecht oder langweilig.
Hmm....es war ein für jede andere band grandioses Konzert aber....hey, das waren Union Youth! Ich machte allerlei Photos und plötzlich kam schon der übliche Schluss-Hit „Something Too Short“. Enttäuscht, dass dies wohl ein noch früheres Ende als sonst sein würde, machte ich mich bereit, wenigstens diesen Song voll zu genießen. Aber plötzlich war auch der recht unspektakulär, Maze sprang ins Schlagzeug, die Dings-Boxen wurden umgeschmissen und das war's. Und ich stand da und war unzufrieden. Und das war ich bei Union Youth noch niemals gewesen. Nie! Hätte ich mir nicht vorstellen können!
Nun ja, trotzdem war's das. Ein sicherlich nicht schlechter Auftritt, aber mich hat er nicht wirklich bewegt. Ich freue mich aufs nächste Mal!
 
Der Bericht wurde verfasst von Mick [0] 

 


wenn du durch eine Suchmaschine hergefunden hast, kommst du hier zur Startseite