- Union Youth -
14.05.2005 Underground Köln
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Nachdem letztes Jahr sämtliche Konzerte der Band für einen Fan aus Belgien
mit ziemlich miesen Finanzen in unerreichbarer Entfernung lagen war ich umso
glücklicher als ich erfuhr, dass Union Youth am 14. Mai 2005 im Kölner
Underground spielen würden.
- Ohne langes Zögern fuhr
ich nach Aachen und besorgte mir drei Tickets für das Konzert. Für mich,
meine Freundin und einen Freund.
- Ein paar Tage vor dem
Konzert wurde dann auch noch der „Sweet Song“ als mp3 ins Internet gestellt,
so dass noch ein gutes Stück mehr Aufregung ins Spiel kam. Als der 14. dann
gekommen war setzten wir uns in einen Zug nach Köln Ehrenfeld, mussten aber
wegen gewissen Umständen schon um ca. 16 Uhr losfahren, was bedeutete, dass
wir noch mehr als drei Stunden im Underground herumsitzen durften. Das hatte
allerdings auch seine guten Seiten, da wir auf diese Art die Soundchecks von
Circle Of Grin und auch von Union Youth hören konnten. Außerdem trafen wir
in der Bar auf sämtliche Mitglieder der beiden Bands. Maze kam kurz hinein,
nur um sich eine Zigarette anzuzünden und gleich wieder zu verschwinden,
Nosse haute mir bei Einlass beinahe die Tür ins Gesicht, was mit einem
knappen „Oh, Entschuldigung“ kommentiert wurde und Orion schaute sich
desinteressiert die Fans and und ließ sich beim Merchandising-Stand sein
Brötchen schmecken.
- Wir setzten uns direkt
vor die Bühne und warteten, bis es 20 Uhr wurde. Wie das bei den meisten
Konzerten jedoch der Fall ist, fing es erst um 20.30 Uhr an, was für meine
Lunge nicht unbedingt von Vorteil war. Ich konnte mich zudem nicht
zusammenreißen und schaute mir die Tracklist schon vor dem Konzert an.
- Dann kamen die 4 Musiker
auf die Bühne und es dauerte nicht lange bis die ersten Takte von „Everything
Too Short“ erklangen. Ich war auf der Stelle in meinem Element und zu meinem
Glück bestand das Publikum nicht nur aus Langweilern, was einen wunderbaren
Pogo ermöglichte. Ungefähr 40 Minuten lang ging das Konzert, in welchem sie
meine drei Lieblingssongs „Everything Too Short“, „Inbreeding“ und „Sweet
Song“ spielten und zudem einen guten Teil der neuen Songs. Die Bühne wurde
noch ein wenig zertrümmert, indem Maze seine Gitarre ins Schlagzeug warf,
was Bowy jedoch nicht davon abhielt weiterzuspielen. Nosse verabschiedete
sich, kam zurück um sein Bier zu holen und das Konzert war vorbei. Nach
diesen 40 Minuten hatte ich kein Wasser mehr im Körper und wankte in die Bar
um mir welches zu bestellen.
- Wir entschieden und dann
trotz mangelnder Begeisterung zurück in die Halle zu gehen, wo wir uns in
eine dunkle Ecke neben die Bar setzten und Circle Of Grin zuhörten.
- Nosse setzte sich genau
vor uns auf den Hocker und als wir aufstanden bat ich ihn noch mir die
soeben gekaufte Split Single zu unterschreiben.
- Leicht alkoholisiert (bei
dreistündigem Warten an der Bar hat man nicht viel zu tun), wankte ich nach
draußen wo ich Orion noch laut „Weiter so!“ zurief, was mir kurze Zeit
später recht peinlich war.
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- Insgesamt ein grandioses
Konzert, welches mir noch lange in Errinerung bleiben wird und bisher so
ziemlich alles übertrifft, was ich gesehen habe. Selbst meine bisherigen
Live-Favoriten „The Hives“ werden da in die hinteren Reihen verwiesen.
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Der Bericht wurde verfasst von
William Kreusch [18]
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