Union Youth - 22.09.2002 Knaack Berlin

 
Endlich wieder Union Youth sehen und dann auch gleich noch mal McLusky, und alles zusammen im Magnet...da habe ich mich natürlich sehr gefreut. Erst am frühen Abend erfuhr ich dann, dass McLusky auf dem Weg von München nach Berlin einen Autounfall (ohne Personenschaden) hatten und deshalb für diesen Auftritt ausfielen. Da aber im Knaack nebenan die Vorband einer amerikanischen Metalband überraschend ausfiel, konnte man sich scheinbar schnell und spontan einigen, das Ganze zusammen durchzuziehen. Sicherlich das ganze ärgerlich für Union Youth, hatten sie sich doch sehr auf die Mini-Tour mit McLusky gefreut. Besonders blöd war es allerdings sicherlich für etwaige UY-Fans, die sich die Band trotzdem ansehen wollten und nun den Preis von satten 18 Euro zu zahlen hatten. Für eine Metalband, die niemand kennt und deren Namen ich auch schon wieder vergessen habe. Zum Glück kam ich umsonst rein und dort konnte man dann auch gleich sehen, dass die Vorband hier wenig passen würde. Fast ausschließlich wirkliche Metal-heads mit langen Zotteln, Jeans- oder auch Lederjacke und viel zu engen Hosen. Die Amis schienen wohl doch ein paar Leute zu kennen, wirklich voll wurde es aber den ganzen Abend nicht. Nach nicht allzu langer Wartezeit fing dann meine aktuelle Lieblingsband auch an zu spielen. Dreißig, vierzig Minuten, 10 Songs und dabei eine Intensität, wie man sie inzwischen schon erwartet. Hier die Playlist:
 
Strawberry
Inbreeding
Fruits For The Nation
 Milk+Semen
Reverse Reverse
Dead-Beat Type
Inside
Vampire
X-Fuck
Everything Too Short
 
Obwohl ja relativ kurz, hat das Konzert völlig ausgereicht. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es mit 1 1/2 Stunden aussehen würde.  Da wären die Zuschauer genauso fertig wie die Band. War also wieder wirklich was los, auch wenn ich sagen muss, dass sie die beiden letzten Male noch mehr rübergebracht haben. Lag aber wahrscheinlich daran, dass sie bei diesem Publikum überhaupt nicht ankamen. Ich habe mehrere Leute beobachtet, die sich nur fragend anschauten und den Kopf schüttelten. Zwei, drei Leute gingen aber richtig ab, vielleicht haben sie tatsächlich den Eintrittspreis für die Vorband bezahlt. Ja, obwohl irgendetwas fehlte, war es ein Bombenauftritt, dem der letzte Song eine gewaltige Krone aufsetzte. Auf CD schon ein extremer Hammer, überragte er hier alles. Das ist das perfekte Live-Lied. Als dann die Solo-Gitarre nach einem kleinen Weilchen Spannungsaufbau, glasklar die Luft schneidend, einsetzte floss die Gänsehaut nur so den Rücken runter. Mir fehlen die Worte. Ansehen, ansehen, ansehen...
Schließlich ging der Auftritt dann mit Gitarreschmeißen und Verstärker anschubsen zünftig zu Ende und ich war glücklich, die Band wieder einmal gesehen zu haben. Schließlich noch ein schicken T-Shirt gekauft (es gibt neue, die wirklich toll aussehen), welches auch diesmal mit 13 Euros noch recht günstig ist. Die Hauptband hat dann übrigens wirklich völlig langweiligen, eintönigen und vor allem belanglosen Rocker-Metal gespielt.....ich bin dann relativ schnell nach Hause verschwunden.
 
 
Der Bericht wurde verfasst von Mick [0] 
 
 

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