Union Youth - 11.11.2002 Große Freiheit 36 Hamburg

 
Drei Leute wollten mit nach Hamburg, um die von mir hochgelobte Band Union Youth anzuschauen, doch am Ende war es nur noch einer, und der auch nur aus Mitleid. Eigentlich war mir die ganze Lust an der Tour nach Hamburg vergangen, aber ein Union Youth Konzert verpassen? Auf keinen Fall!
S-Bahnhof Reeperbahn ausgestiegen, endlich mal das wirkliche Hamburg gesehen und dann ist da mittendrin zwischen rosaroten Veranstaltungsgebäuden jeder Art die Große Freiheit 36. Nach langem Warten wurde dann um 8 auch tatsächlich der Laden aufgemacht und die Leute strömten hinein. Nach einem kleinen Problem wurden auch wir eine halbe Stunde später hineingelassen und in diesem Moment hörte ich auch schon die ersten Klänge von Richtung Bühne. Schnell wollte ich mich durchs Gedränge nach vorne durchschlagen, es gab nur gar kein Gedränge. Und vor der Bühne standen wir plötzlich so gut wie alleine da. Die anderen drei Persönchen, die dort standen, stellten sich aber schnell als OPhotographen heraus. Wir also scheinbar die einzigen, die wegen der ersten Band aufgetaucht waren. Meine derzeitige Lieblingsband stand vor mir auf der doch recht großen Bühne und vor ihnen und neben mir war es einfach leer. Total leer! Die ganze Meute stand hinten und beobachtete mäßig interessiert das Geschehen vor ihnen. Vorne rackerten sich also Union Youth in gewohnter Manier ab während das ganze Pack hinten sein Bier beäugte und dachte, dies wäre eine kleine Barmusik. Nun ja, so spielte die Band auch gar nicht lange. Ich glaube, 7 Songs, die allesamt sehr überzeugend rübergebracht wurden. Der Sound vorne war perfekt, Lautsstärke stimmte und Hoch- und Tieftöner waren abgestimmt, wie ich es zumindest bei einem Union Youth Konzert auf kleinen Bühnen noh nicht erlebt hatte. Weder Bass-breiig noch kreischend, nur extrem angenehm. Und dann mal eine vernünftige Beleuchtung. Auf dieser Bühne kamen sie eigentlich schon besser rüber als auf allen anderen, wo ich sie vorher gesehen habe. Nur sie selber waren, trotz viel Energie, merklich weniger in Aktion als normalerweise. Bei so einem schlechten Puplikum auch kein Wunder. Schließlich hörte ich die ersten Töne von "Everything Too Short" und wusste, dass es das auch schon wieder war. Aber diesmal machten sie aus diesem Lied einen unglaublichen Kracher. Noch länger und dramatischer als sowieso schon auf dem Album hörte ich die bisher beste Version davon und war völlig überwältigt. Was für eine Hymne....ich war wieder einmal sprachlos afgrund dieser Energie und Kraft. Kann es immer wieder gar nicht fassen und dann haben sie sich halt auch noch einmal selbst übertroffen. Schließlich in einem obenbetäubenden Krach das ganze beendet und von er Bühne geschlurft. Und die Menschen klatschten höflich ein wenig. Wenn hier die Stimmung gepasst hätte, wäre das einer der besten Auftritte gewesen.....so war es nur ein wahnsinnig guter, wie immer halt. Ich freue mich schon auf Magdeburg....da sind sie Headliner und stehen auf einer kleinen Bühne und alle sind nur wegen ihnen dort!
Anschließend spielten Gluecifer, die waren aber nicht wirklich unser Geschmack und so machten wir uns, ohne uns A anzutun, auf den Nachhauseweg. Magdeburg!
 
Der Bericht wurde verfasst von Mick [0] 
 
 

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