> Geschichte <

 

Sommer 2001
Es gab einmal eine Band namens Jonas, die im Mai 1998 ihr erstes und ein Jahr später ihr zweites Album mit melodiös-melancholischem Alternative-Rock mit Grunge-Einschlag veröffentlichten. Entdeckt und produziert von Jan Müller (Tocotronic) erlangten sie in bestimmten Kreisen Heldenstatus,  jedweder kommerzieller Erfolg blieb aber aus. Der dritte Longplayer sollte wieder genau ein Jahr später erscheinen, daraus wurde aber nichts da Jonas zwar nicht offiziell aufgelöst wurden, aber zwei Mitglieder die Band (gerüchteweise im Streit) verließen. Anfang 2000 machten die übrig gebliebenen Mathias und Jan wohl zu zweit und mit Drum-Computer weiter und angeblich auch eine Demo-CD fertig. Beide Alben sind aber weder ganz oder teilweise jemals erschienen. Im Sommer des selben Jahres war dann zu erfahren, dass die beiden zwei neue Mitstreiter gefunden haben. Nosse (Bass) und Bowy (Drums) hießen diese und spielten bis dahin bei "Once On Mars". Dann geschah eine lange Weile nichts, bis Jonas plötzlich im Frühling 2001 vermeldeten, dass sie mit Kurt Ebelhäuser (Scumbucket, Blackmail) als Produzenten im Studio zusammengearbeitet hätten. Das Produkt der Arbeit waren 5 fertige Songs für eine neue Demo-CD.
In den weiteren Monaten munkelte man dann, dass L'Age D'Or (die alte Plattenfirma) keine neue Jonas-CD herausbringen würde und die Band nach einer neuen, wohl größeren, Plattenfirma suchen würde. Schließlich gab es im Juli dann, nach einem Auftritt im Oktober im Jahr zuvor, den ersten Gig als Union Youth - zunächst aber inoffiziell. Die Band selbst sprach von einem legendären Konzert.

 

Herbst 2001 Wieder vergingen einige Monate ohne jedwede Nachricht. Selbst Lado konnte keine Auskünfte mehr erteilen. Langsam glaubte man, dass die Suche nach einer neuen Plattenfirma und die Demo-Versuche doch nicht erfolgreich verlaufen wären, als Anfang Oktober eine E-Mail die Internetgemeinschaft erschütterte, die als Abschiedsbrief deklariert war. Jonas gab es nicht mehr. Die Band, die von nun an nur noch in den Köpfen der alten Fans mit Jonas zusammenhängen sollte, hieß jetzt Union Youth und alles sollte anders sein. Doch niemand wusste genaueres.

 

Dezember 2001 Auf dem monatlichen "All Areas"-Sampler des Musikmagazins "Visions" wird der erste Union Youth Song veröffentlicht. "Planet Of Pity" begeistert laut "Visions" überragend viele Leser. Hiernach wusste man, dass die Band nun doch am Leben bleiben würde oder wahrscheinlich erst anfangen wird, dieses zu leben und ein Grundstein an interessierter Hörerschaft war gelegt. Der Name fing an durchs Internet zu geistern. Zeitgleich absolvierte die Band noch zwei Konzerte zusammen mit Blackmail und Scumbucket und vermochte die Zuschauer zu begeistern. Sowohl alte Jonas-Fans als auch unvorbereitete Gäste waren überrascht.

 

Mai
2002
Nachdem im März ein Konzert mit "Gary" stattfand tourten Union Youth im Mai mit den Walisern McLusky und anderen auf  als "Hurricane-Southside-Clubtour" bezeihneten Konzerten durch Norddeutschland und gewannen stetig neue Fans durch ihre mitreißenden, halbstündigen Power-Shows hinzu. Schließlich durften sie dann auf dem kurz darauf stattfindenden Southside-Festival sogar auf der Hauptbühne. Als Newcomer ohne Plattenvertrag, wohlgemerkt.

 

Juli
2002
Als auf der Bush-Tour durch Deutschland kurzfristig die Vorband "The Cooper Temple Clause" ausfielen, sprangen überraschend in Düsseldorf und Hamburg Union Youth für sie ein und durften erstmals in ihrer Karriere in riesigen Konzert-Hallen das Publikum mitreißen. Langsam wurde immer klarer, dass man dieser Band eine erfolgreichere Zukunft als Jonas oder Once On Mars prophezeien konnte.

 

August 2002 Diese Vermutung wurde in der Augustausgabe der "Visions" voll bestätigt. Dort wurde das Gerücht bestätigt, dass Union Youth nicht direkt nach einer neuen Plattenfirma suchten sondern sich zwischen verschiedenen Angeboten entscheiden konnten. Aber in welchem Ausmaß, das hätte niemand sich auch nur träumen lassen. Limp Bizkit-Boss Fred Durst hätte sie gerne für seinen Schuppen "Flawless Records" verpflichtet und hat wohl einen siebenstelligen Vorschuss angeboten. Dieses Angebot wurde aus nicht unnachvollziehbaren Gründen abgelehnt (man wollte totale Kontrolle). Auch der amerikanische Riese "Geffen" war interessiert doch die Band entschied sich dann für einen Vertrag beim Major Eastwest in der Hoffnung, dort mehr Freiheiten zu bekommen.

Währenddessen erschien beim Kölner Mini-Label RaketeMusik eine kleine Split-EP. Auf dieser waren jeweils zwei Songs von Ken, einem weiteren, neuen Projekt des Koblenz/Troisdorf Clans (Scumbucket, Blackmail) um Aydo Abay und Guido Lukas, und von Union Youth zu bestaunen. Über 7 Monate nach dem ersten veröffentlichten Song der Bad Bentheimer bestätigten diese beiden Stücke die Vorahnungen und bewiesen, dass diese Band etwas lange vergessenes wieder aufleben lassen wollte: Ehrliche und ungeschliffene Rockmusik, wie es sie seit Nirvana nicht mehr gegeben hatte. Dieser Einfluss ist dann auch nicht zu überhören, aber sie beleben das ganze mit frischen Elementen, dass man teilweise meinen könnte, die Queens Of The Stoneage oder Melvins wären mit im Studio gewesen. Diese EP jedenfalls lässt alle Interessierten (und diese gibt es nach immer weiteren Auftritten inzwischen zur Genüge) nur um so mehr das kommende Album erwarten.

 

September 2002

"The Royal Gene" erscheint dann endlich am 23. September in Deutschland und Österreich und kurz darauf auch in der Schweiz in Form von CDs, LPs und limitierten Special CDs im 12"-Pappcover mit Poster. Sämtliche Musikmagazine und andere Medien (selbst auf tvtotal.de ist etwas zu finden) rezensieren diese CD und fast alle berichten äußerst positiv über sie. Kein Lob ist übertrieben, denn was sich auf diesem Tonträger befindet ist außergewöhnlich. Auf 10 Songs in gut 40 Minuten wird Rock zelebriert wie er lange nicht zu hören war und wie er nie aus Deutschland gekommen ist. Fast durchweg brutale Gitarrenkracher mit der einzigartig düster aggressiven Stimme Mazes der sich nicht so recht zwischen Gesang und Gebrüll entscheiden kann. Und dazwischen eine mitreißende dramatisch treibende "Ballade", die mit ihrem Schluss an Refused's Meisterwerk "New Noise" erinnert. Ein Album welches zu keiner Minute langweilt.

 

Herbst
2002

 

Gleich darauf fangen Union Youth an zu touren, was das Zeug hält. Kaum ein Städtchen welches nicht mitgenommen wird. Auch wenn die Konzerte lange nicht ausverkauft sind, die Zuschauer sind begeistert oder verwirrt weil sie nicht glauben können, was ihnen eben in 40 Minuten geschehen ist. Negative stimmen sind nur wenige zu hören, wenn dann von Menschen, die nicht verstehen, dass eine deutsche Band auch ohne sich anzubiedern großen Rock zelebrieren kann. 
"Planet Of Pity" wird als Radiosingle an verschiedene Radiosender verschickt und eine Woche lang wird schließlich auch noch durch verschiedene Studios getourt. Im Oktober steigt unter anderem dadurch "The Royal Gene" direkt auf Platz 9 der "Dat-20", den deutschen Alternative-Charts, ein und kann sich in den folgenden Wochen stabil zwischen Platz 10 und 20 halten.
Touren mit verschiedenen Bands wie Ken, Mc Lusky, A und Gluecifer stellt die Band immer größerem Puplikum vor und so können immer mehr Musikliebhaber etwas mit dem Namen "Union Youth" anfangen. Eine Band mit einem Album ohne Singleauskopplung könnte kaum erfolgreicher sein. 

 


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