> Geschichte <
| Sommer 2001 |
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| Herbst 2001 | Wieder vergingen einige Monate
ohne jedwede Nachricht. Selbst Lado konnte keine Auskünfte mehr
erteilen. Langsam glaubte man, dass die Suche nach einer neuen
Plattenfirma und die Demo-Versuche doch nicht erfolgreich verlaufen wären, als
Anfang Oktober eine E-Mail die Internetgemeinschaft erschütterte, die als
Abschiedsbrief deklariert war. Jonas gab es nicht mehr. Die Band, die
von nun an nur noch in den Köpfen der alten Fans mit Jonas
zusammenhängen sollte, hieß jetzt Union Youth und alles sollte anders sein. Doch
niemand wusste genaueres.
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| Dezember 2001 | Auf dem monatlichen "All
Areas"-Sampler des Musikmagazins "Visions" wird der erste
Union Youth Song veröffentlicht. "Planet Of Pity" begeistert
laut "Visions" überragend viele Leser. Hiernach wusste man,
dass die Band nun doch am Leben bleiben würde oder wahrscheinlich erst
anfangen wird, dieses zu leben und ein Grundstein an interessierter
Hörerschaft war gelegt. Der Name fing an durchs Internet zu geistern.
Zeitgleich absolvierte die Band noch zwei Konzerte zusammen mit Blackmail
und Scumbucket und vermochte die Zuschauer zu begeistern. Sowohl alte
Jonas-Fans als auch unvorbereitete Gäste waren überrascht.
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Nachdem im März ein Konzert
mit "Gary" stattfand tourten Union Youth im Mai mit den
Walisern McLusky und anderen auf als "Hurricane-Southside-Clubtour"
bezeihneten Konzerten durch Norddeutschland und gewannen stetig neue Fans durch ihre
mitreißenden, halbstündigen Power-Shows hinzu. Schließlich durften sie dann
auf dem kurz darauf stattfindenden Southside-Festival sogar auf der
Hauptbühne. Als Newcomer ohne Plattenvertrag, wohlgemerkt.
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Als auf der Bush-Tour durch
Deutschland kurzfristig die Vorband "The Cooper Temple Clause"
ausfielen, sprangen überraschend in Düsseldorf und Hamburg Union Youth
für sie ein und durften erstmals in ihrer Karriere in riesigen
Konzert-Hallen das Publikum mitreißen. Langsam wurde immer klarer, dass
man dieser Band eine erfolgreichere Zukunft als Jonas oder Once On Mars
prophezeien
konnte.
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| August 2002 | Diese Vermutung wurde in der
Augustausgabe der "Visions" voll bestätigt. Dort wurde das
Gerücht bestätigt, dass Union Youth nicht direkt nach einer neuen
Plattenfirma suchten sondern sich zwischen verschiedenen Angeboten
entscheiden konnten. Aber in welchem Ausmaß, das hätte niemand sich
auch nur träumen lassen. Limp Bizkit-Boss Fred Durst hätte sie gerne
für seinen Schuppen "Flawless Records" verpflichtet und hat
wohl einen siebenstelligen Vorschuss angeboten. Dieses Angebot wurde aus nicht unnachvollziehbaren Gründen abgelehnt
(man wollte totale Kontrolle). Auch der
amerikanische Riese "Geffen" war interessiert doch die Band
entschied sich dann für einen Vertrag beim Major Eastwest in der
Hoffnung, dort mehr Freiheiten zu bekommen.
Währenddessen erschien beim Kölner Mini-Label RaketeMusik eine kleine Split-EP. Auf dieser waren jeweils zwei Songs von Ken, einem weiteren, neuen Projekt des Koblenz/Troisdorf Clans (Scumbucket, Blackmail) um Aydo Abay und Guido Lukas, und von Union Youth zu bestaunen. Über 7 Monate nach dem ersten veröffentlichten Song der Bad Bentheimer bestätigten diese beiden Stücke die Vorahnungen und bewiesen, dass diese Band etwas lange vergessenes wieder aufleben lassen wollte: Ehrliche und ungeschliffene Rockmusik, wie es sie seit Nirvana nicht mehr gegeben hatte. Dieser Einfluss ist dann auch nicht zu überhören, aber sie beleben das ganze mit frischen Elementen, dass man teilweise meinen könnte, die Queens Of The Stoneage oder Melvins wären mit im Studio gewesen. Diese EP jedenfalls lässt alle Interessierten (und diese gibt es nach immer weiteren Auftritten inzwischen zur Genüge) nur um so mehr das kommende Album erwarten.
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September 2002 |
"The Royal Gene"
erscheint dann endlich am 23. September in Deutschland und Österreich
und kurz darauf auch in der Schweiz in Form von CDs, LPs und limitierten
Special CDs im 12"-Pappcover mit Poster. Sämtliche Musikmagazine
und andere Medien (selbst auf tvtotal.de ist etwas zu finden) rezensieren
diese CD und fast alle berichten äußerst positiv über sie. Kein Lob
ist übertrieben, denn was sich auf diesem Tonträger befindet ist
außergewöhnlich. Auf 10 Songs in gut 40 Minuten wird Rock zelebriert
wie er lange nicht zu hören war und wie er nie aus Deutschland gekommen
ist. Fast durchweg brutale Gitarrenkracher mit der einzigartig düster
aggressiven Stimme Mazes der sich nicht so recht zwischen Gesang und
Gebrüll entscheiden kann. Und dazwischen eine mitreißende dramatisch
treibende "Ballade", die mit ihrem Schluss an Refused's
Meisterwerk "New Noise" erinnert. Ein Album welches zu keiner
Minute langweilt.
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