The Royal Gene (Eastwest)
 
Eine junge, bis dahin völlig unbekannte Band, die ein (angeblich) siebenstelliges Angebot von Fred Dursts' Label Flawless Records ablehnt, macht natürlich unweigerlich von sich reden. Man wollte halt die Garantie für musikalische Freiheit, ist die ehrliche und direkte Erklärung der Band. Diese Freiheit hat Union Youth nun wohl bei Eastwest gefunden, denn da erscheint das Debüt-Album der vier Bad Bentheimer.
Und auch musikalisch beweisen Union Youth Rückgrat. Denn was die Band hier abliefert, ist ganz große Klasse. Ehrliche, ungeschliffene Rockmusik, die mich gleich an meine alten Helden Nirvana erinnert. (Sorry, aber dieser Vergleich ist durchaus berechtigt und keineswegs negativ gemeint!) Trends scheinen der Band anscheinend völlig egal zu sein. Union Youth bedienen sich nämlich weder irgendwelcher Emo-Anleihen, Crossover-Brat-Gitarren oder des obligatorischen DJ´s. Nein, stattdessen rockt das Quartett einfach geradeaus und verlässt sich auf sein Songwriting - und das zurecht!
Heraus kommen dann flotte Kracher wie "Planet Of Pity" oder eher gemächlich groovende Stücke wie "Vanity Rock". Aber auch Freunde der melodischen Rocksongs kommen nicht zu kurz. Mein Anspieltipp dazu wäre das geniale "Dead-Beat Type". Abgerundet wird das Ganze dann von "Thirteen", dem letzten Track des Albums, welches mit seinen psychedelischen Melodien und dem herausfordernd monotonen Gesang begeistert.

Alle Freunde des Rocks, die mal wieder was anderes fernab der Trends hören wollen, sollten sich diese zehn Rocknummern unbedingt zu Gemüte führen. Es lohnt sich. Rock on!

(Micky)

 

Herzlichen Dank an das "Online-Magazin SMASH-MAG.com" Team für die Veröffentlichungs-Erlaubnis auf diesen Seiten

 


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